JULES AHOI

Wenn JULES AHOI mit seiner fünfköpfigen Band auf die Bühne geht, schweben alle im Raum
auf einer gemeinsamen musikalischen Welle. Bekannt geworden ist der deutsche Singer-
Songwriter mit seinem „Saltwaterfolk“, den er in Liedern wie „Robinson Crusoe“ oder „Salt & Sun“ manifestiert hat. 2020 stehen für JULES AHOI alle Zeichen auf Veränderung,
künstlerische Weiterentwicklung und intensive Verarbeitung eines neuen Lebensabschnitts.
Das musikalische Ergebnis dieser Umbruchphase: Das im Juni 2020 veröffentlichte Album
„DEAR ____“.

„Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl, angekommen zu sein“, so JULES
AHOI. Die erste Singleauskopplung „3 AM“ war der Auftakt einer Platte, auf der viel
Unerwartetes und Überraschendes geschieht – erstaunliche Wendungen und Brüche,
reizvolle Variationen überkommener Konventionen, die Integration von Sounds aus dem
iPhone-Speicher und von Stilmitteln aus ganz unterschiedlichen Genres. Musikalisch ist
„DEAR ____“ ein gewaltiger Schritt nach vorne geworden – fort vom reinen Folk und Folkrock hin zu etwas, was man auf der Suche nach Etikettierungen als Alternative Pop, Art Pop oder Art Folk bezeichnen mag.

Neben der soundtechnischen Wandlung ist aber auch ein neues Mindset von JULES AHOI
erkennbar. Mit 18 Jahren zog er ans Meer – erst nach Kiel, anschließend an die französische
Atlantikküste. Dort entdeckte er das Surfen für sich und verdiente seine Brötchen als
Surflehrer, mit Modeljobs und Straßenmusik. Das Lebensgefühl an der Küste nutzte er als
Inspirationsquelle für eine Vielzahl an Songs. Wo im 2016 erschienenen Debütalbum
„Between Lines“, in „EUPHORIA / fragments“ (2017) und der EP „Echoes“ (2019) ehrlichverträumte
Soundlandschaften thematisch orientiert am Ausreißen und dem Freiheitsgefühl
am Meer zu hören sind, handelt „DEAR ____“ vom Ende des Vagabund-Lebens. JULES AHOI
beschäftigt sich mit dem Schaffen eines Zuhauses und setzt sich mit Gefühlen wie
Verständnislosigkeit, Ohnmacht und persönlichen Verlusten wie dem seines Vaters
auseinander. Mit 30 Jahren fasst er zusammen, was ihn als Mensch und Künstler bewegt,
erschüttert, begeistert, bestürzt hat. Eines der 15 Songbeispiele dafür: Die zweite Single „Oh, Agnes“ – ein Lied, das von Erziehung und Geschlechterrollen handelt, von Identität und deren Entstehungsprozess.

„DEAR ____“ ist ohne jeden Zweifel eine zutiefst persönliche Platte. Weil JULES AHOI jedoch
universelle Themen anspricht und eine ebenso emotionale wie klug durchdachte
Soundsprache dafür gefunden hat, dürfen sich alle von ihr angesprochen fühlen, die ein
Mindestmaß an Empathie und ein Herz für spannende Kunst haben. Auf den Unterstrich des
Albumtitels kann jeder und jede einen anderen Namen einsetzen. JULES AHOI würde „Papa“
dorthin schreiben, vielleicht auch „Mama“ – oder den Namen seiner Ex-Freundin.

Nachdem er mit seiner Band über 200 Konzerte, zwei fast ausverkaufte Tourneen und vier
Showcases auf dem Reeperbahnfestival 2019 gespielt hat, gilt diese ganz persönliche
Einladung auch allen Musikliebhaber/innen, die ihn live erleben wollen.