Christian Springer
Das aktuelle Soloprogramm (2018)

Alle machen. Keiner tut was.
Wo sind unsere Werte, fragt Christan Springer. Das Publikum weiß es genau: bei 120 zu 80. Denn Deutschlands wichtgster Wert ist der Blutdruck. Gleich dahinter kommen Cholesterin, Feinstaub und Pünktlichkeit. Es ist eine Freude, dem Kabaretsten auf seiner Suche nach den Werten zuzuhören. Und zuhören muss man. Denn Christan Springer macht Kabaret, das heißt: Mitdenken, liebe Leute. Und weil es mit dem Denken im Lande of hapert, kommt nun der Bildungsrat.

Aber wo sind die Weisen im Land? In Bayern wahrscheinlich nicht, sagt Springer. Noch vor zwanzig Jahren hat man aus den Schulbüchern das Wort „Zeugung“ gestrichen, denn: „Eine Zeugung haben wir net in Bayern. Wir ham Kinder!“

Für sein kabaretstsches Schafen hat Christan Springer unzählige Auszeichnungen erhalten. Im Fernsehen sieht man ihn jeden Monat live im „schlachthof“. Aber das genügt ihm nicht. Er mischt sich ein, auch im echten Leben. Mit seinem Verein „Orienthelfer“ hilf er seit Jahren den Opfern des Syrienkrieges, und ist alle paar Wochen selbst vor Ort. Wenn es sein muss, schreibt er einen 80-SeitenBrief an seinen Ministerpräsidenten, „Landesvater cool down“, oder er spricht im Europarat vor den höchsten Entscheidungsträgern und zeigt auf, wo was im Argen liegt. Als Mann der Tat begeistert er in Schulen und Unis, und er hält viel beachtete politsche Reden, aus denen manchmal Bücher werden: „Wir müssen Freiheit aushalten“.

Christan Springer ist angetrieben von Werten, die er aus der Familie gelernt hat: „Wenn jemand hingefallen ist, gehst Du hin und hilfst ihm auf“. Deshalb wird er zornesrot, wenn andere Toleranz und Menschlichkeit mit Füßen treten. Und das passiert täglich. In der Nachbarschaf, in Religion und Politk.
„Wie gut, dass wir ihn haben“, sagt sein Publikum. Er ist der Mutmacher unter den Kabaretsten. Und so endet auch sein aktuelles Soloprogramm, wenn es um den Mut der Mimose geht... Ach, sehen Sie selbst.

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